Sonntag, 9. Juli 2017

Rock my Body von Jamie Shaw






Titel: „Rock my Body“
Originaltitel: Riot
Autor: Jamie Shaw
Seiten: 384
Verlag: Blanvalet
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-7341-0355-1
Preis: 12,99 EUR

 
 


Nachdem Dee die erfolgreiche Band „The last ones to know“ durch ihre beste Freundin Rowan kennen gelernt hat, verbringt sie viel Zeit mit ihnen, vor allem mit dem Gitarristen Joel. Er ist quasi ihr männliches Gegenstück, da es beiden nur um den fantastischen Sex geht, Gefühle sind keine im Spiel. Doch als Joel immer wieder mit anderen Frauen unterwegs ist, merkt Dee, dass da doch mehr ist, als nur Sex. Eine Beziehung kommt für Dee jedoch nicht in Frage.


Der lang erwartete zweite Teil um die Band „The last ones to know“. Den ersten Teil „Rock my Heart“ hab ich ja förmlich inhaliert, daher musste ich auch den zweiten Teil lesen.

Die Charaktere sind bereits aus dem ersten Teil bekannt und die Geschichte schließt direkt daran an. Rowan nimmt auch in diesem Buch kein Blatt vor den Mund und auch Joel kann den Mund nicht halten. Zwischen den Beiden fliegen mehr als einmal die Fetzen. Ziemlich schnell merkt man, dass zwischen ihnen mehr ist, als nur Sex. Nur sie selbst, können oder wollen es nicht verstehen. Mit Joel und Dee bin ich leider nicht 100 prozentig warm geworden.

Rowan steht hier ihrer Freundin stets zur Seite und versucht auch immer wieder, die Wogen zu glätten. Leti, der beste Freund von Rowan und Dee, hat hier nur eine sehr kleine Nebenrolle und ich habe ihn etwas vermisst.

An „Rock my Heart“ hatte mir ja sehr gut gefallen, dass sich die Liebesgeschichte langsam entwickelt und nicht nach Schema F und ohne Drama verläuft. Das ist hier leider anders. Hier ist viel Drama im Spiel, was mit teilweise auch etwas zu viel war. Dee und Joel haben zwar viel Sex, die Szenen sind aber nicht ausführlich beschrieben und daher ist auch hier wenig Erotik im Spiel.

Insgesamt hatte ich auch mit „Rock my body“ viel Spaß und der dritte Teil „Rock my Soul“ wartet bereits darauf gelesen zu werden.

Fazit: Nicht ganz so gut wie der erste Teil, macht aber immer noch viel Spaß. 4 von 5 Sternen.

Samstag, 17. Juni 2017

Vermählung von Curtis Sittenfeld






Titel: „Vermählung“
Originaltitel: Eligible
Autor: Curtis Sittenfeld
Seiten: 576
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-95967-114-9
Preis: 12,99 EUR






Mrs. Bennet ist verzweifelt. Keine ihrer fünf erwachsenen Töchter ist verheiratet. Doch sie wittert ihre große Chance, zumindest Jane, die Älteste mit Chip Bingley zusammen zu bringen. Der Arzt ist bekannt aus der TV-Show „Vermählung“ und ist erst kürzlich in die Kleinstadt gezogen. Und tatsächlich funkt es bereits bei ihrer ersten Begegnung. Als nächstes ist also Liz an der Reihe, doch auf keinen Fall kommt der ungehobelte und arrogante Fitzwilliam Darcy in Frage. Und doch übt er eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Liz aus.


Wieder eine Adaption von Jane Austens „Stolz und Vorurteil“, die ich alleine schon aufgrund des unglaublich hübschen Covers haben wollte. Ich liebe die originale Geschichte von Lizzy und Mr. Darcy und auch die moderne Variante hat mir gut gefallen.

Die Charaktere entsprechen im Großen und Ganzen den Originalen und haben lediglich einen kleinen modernen Anstrich bekommen. So ist zum Beispiel Mr. Bingley ein Arzt in der Notaufnahme und durch die Teilnahme einer Fernsehshow, die dem Bachelor entspricht an Bekanntheit gewonnen. Mr. Darcy ist ein erfolgreicher Neurochirurg. Lizzy und Jane sind Ende dreißig und leben eigentlich in New York. Eine Operation von Mr. Bennet führt sie wieder in ihre alte Heimat.

Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, er liest sich tatsächlich wie ein originales Jane Austen-Buch und passt anfangs nicht so recht zu der modernen Geschichte. Doch nach kurzer Zeit hatte ich mich daran gewöhnt und durch die kurzen Kapitel flog ich förmlich durch die Seiten.

Anfangs machte es den Eindruck, dass die Geschichte fast ein zu eins in die Gegenwart übertragen wurde. Doch nach und nach passt sich die Story an die aktuellen Gegebenheiten an. Zu Beginn gab es noch viel Humor und das Buch erinnerte an einen Chick-Lit-Roman, doch der Humor verschwindet im weiteren Verlauf fast vollständig und die Geschichte verlor etwas an Fahrt.

Die Autorin hat sich hier mehr auf Bingley, Jane und die TV-Show Vermählung und auf das Familienleben der Bennets konzentriert, als auf die Liebesgeschichte zwischen Darcy und Liz. Dem Buch fehlten leider das Gefühl und die Romantik, die das Original ausmachen. Und besonders das letzte Kapitel über Mary fand ich persönlich total überflüssig.

Fazit: Moderne Interpretation von Stolz und Vorurteil, der es leider an Gefühl und Romantik fehlt. Der Focus liegt nicht auf Darcy und Lizzy sondern auf Bingley und Jane. Insgesamt eine nette Adaption für ein paar schöne Lesestunden. 4 von 5 Sternen.

Sonntag, 14. Mai 2017

Wenn Liebe Cowboystiefel trägt von Emily Bold






Titel: „Wenn Liebe Cowboystiefel trägt“
Autor: Emily Bold
Seiten: 300
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-1-477-82463-4
Preis: 9,99 EUR
 






Die 26jährige Avery Davis hat gerade ihre Krebserkrankung besiegt und ist nun wieder zurück in ihrer Heimatstadt Littletree, um neu anzufangen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft wird sie überall an ihre Jugendliebe Mason King erinnert, der jetzt ein gefeierter Rodeostar ist. Und obwohl sie nichts mit ihm zu tun haben will, kann sie sich ihm in der kleine Stadt nicht entziehen. Doch wie kann sie mit einem Mann, der sein Leben nicht zu schätzen weiß und es jeden Tag auf Spiel setzt zusammen sein?


Emily Bolds Bücher lese ich immer wieder gerne, da sie in der Regel richtig schöne Liebesgeschichten enthalten. Auch bei „Wenn Liebe Cowboystiefel trägt“ wurde ich nicht enttäuscht.

Avery möchte in Littletree einen Neuanfang wagen. Doch sie hängt immer noch sehr in der Vergangenheit fest. Sie versinkt teilweise sehr im Selbstmitleid, was mir den Spaß am Lesen etwas genommen hat, da ich kaum etwas schlimmer finde als Selbstmitleid. Auch ihre Entscheidungen fand ich nicht immer nachvollziehbar.

Mason fand ich leider etwas blass und ich konnte keinen richtigen Zugang zu ihm finden. Auch er hat für mich kaum nachvollziehbare Entscheidungen getroffen. Gerade eine davon hat mich sehr gestört. Leider kann ich nicht ohne zu spoilern darauf eingehen.

Der Schreibstil ist wie gewohnt leicht und flüssig und das Buch lässt sich gut lesen. Ein wenig haben mich jedoch die englischen Fachausdrücke des Rodeos gestört, die zwar das ganze authentischer machen, jedoch im deutschen Text ein wenig fehl am Platz wirken.

Über Averys Vergangenheit mit ihrem Exfreund Phil, ihre Krebserkrankung und auch ihre Liebschaft mit Mason erfährt man über gut gesetzte Rückblenden.

Die Kleinstadt Littletree bietet ein wunderschönes Setting für diese Geschichte. Gerade solche amerikanischen Kleinstädte, in der jeder jeden kennt haben es mir sehr angetan und ich habe dieses Setting sehr genossen.

Fazit: Schöne Liebesgeschichte, die mir allerdings zu viel Selbstmitleid und für mich nicht nachvollziehbare Entscheidungen enthielt. 4 von 5 Sternen.